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Europäisches Theaterfestival Eurothalia

10. Oktober 2017 20:00-21:15, im Saal des DSTT

Die saubere Stadt

Untersuchung, Text und Inszenierung: Anestis Azas & Prodromos Tsinikoris ––  Koproduktion: Onassis Cultural Centre Athens (Griechenland) & Goethe Institut 

Dramaturgie: Margarita Tsomou  –– Bühnenaufbauten und Kostüme: Eleni Stroulia  –– Assistenz für Bühnenaufbauten und Kostüme: Zaira Falirea  –– Licht: Eliza Alexandropoulou  –– Musik: Panagiotis Manouilidis  –– Video: Nikos Pastras  –– Regieassistenten: Ioanna Valsamidou, Liana Taousiani  –– Produktionsmanagement: Vasilis Chrysanthopoulos  –– Videoauftritt: Nelly Kambouri   –– Puppen: Yiannis Katranitsas  ––Mit: Mabel Matchidiso Mosana, Rositsa Pandalieva, Fredalyn Resurreccion, Drita Shehi, Valentina Ursache  –– Koproduktion: Onassis Cultural Centre Athens & Goethe-Institut, im Kontext des Projekts EUROPOLY  –– EUROPOLY ist ein Projekt der Goethe-Institute in Europa in Zusammenarbeit mit Münchner Kammerspiele, Onassis Cultural Centre-Athens, Sirenos -Vilnius International Theatre Festival, Teatro Maria Matos Lisbon & Tiger Dublin Fringe  –– Gastspiel mit der Unterstützung von: Onassis Cultural Centre Athens

Wer macht Athen sauber? Warum bilden Einwandererinnen die Mehrheit der Reinmachefrauen? Werden sie als solche geboren? Wodurch unterscheidet sich ihr Lebenslauf von unserem? Sind wir alle letztendlich der Geschichte unterworfen? Wenn wir schon bei diesem Thema sind, warum benutzen wir den Ausdruck „säubern“, um Polizeiaktionen zu beschreiben, wenn diese unerwünschte Personen (Migranten, Obdachlose, „Andersartige“) aus dem öffentlichen Raum entfernt? Azas und Tsinikoris untersuchen in dieser Vorstellung den Rassismus der „Sauberkeit“ und „Reinheit“, die Gefahr des Faschismus, die weibliche Einwanderung in Griechenland und die Identität der „Reinmachefrau“. In seiner Eigenschaft als Theater der Wirklichkeit erkundet „Die saubere Stadt“ kritisch Klischees aufgrund der persönlichen Erfahrungen von wahren „Sauberkeits-Expertinnen“: die eingewanderten Reinmachefrauen Athens. Zugleich untersucht die Aufführung die historischen, politischen und philosophischen Bedeutungen der „Sauberkeit“. Denn der Nazismus setzte sie als normatives Konzept durch und machte sie zu einem der Dreh- und Angelpunkte der Rassenideologie, die darauf gründete, „Andersartige“ zu vernichten und eine „reine Rasse“ zu schaffen.


„Selbst wenn es heißt, das Theater des Leidens beute das menschliche Elend aus, tappt „Die saubere Stadt“ nicht in diese Falle. Was auf der Bühne geschieht, ist eine Form der Selbstbehauptung der Frauen. Wenn sie zum Schluss Zeibekiko tanzen, der traditionell den griechischen Männern vorbehalten ist, ist dies ein Zeichen ihrer Emanzipation. Sie blühen auf, denn es gelingt ihnen, sich Achtung und Respekt zu verschaffen und sie erlangen ihre Würde wieder.“ (taz.de


Vorstellung in griechischer und philippinischer Sprache mit Übersetzungen ins Rumänische, Deutsche und Englische

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