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Europäisches Theaterfestival Eurothalia

8. Oktober 2017 21:00-22:40, in der Industriehalle SC Hydromatic Sistem SRL (Bulevardul Constructorilor)

nicht schlafen

Inszenierung: Alain Platel –– Produktion: les Ballets C de la B  (Belgien) –– Koproduktion: Ruhrtriennale, La Bâtie-Festival de Genève, TorinoDanza, La Biennale de Lyon, L’Opéra de Lille, Kampnagel Hamburg, MC93 - Maison de la Culture de la Seine-Saint-Denis, Holland Festival Amsterdam, Ludwigsburger Schlossfestspiele

Komposition und musikalische Leitung: Steven Prengels –– Gestaltung und Interpretation: Bérengère Bodin, Boule Mpanya, Dario Rigaglia, David Le Borgne, Elie Tass, Ido Batash, Romain Guion, Russell Tshiebua, Samir M’Kirech –– Dramaturgie: Hildegard De Vuyst –– Musikalische Dramaturgie: Jan Vandenhouwe ––Künstlerische Assistenz: Quan Bui Ngoc –– Bühne: Berlinde De Bruyckere –– Lichtdesign: Carlo Bourguignon ––Tondesign: Bartold Uyttersprot –– Kostüme: Dorine Demuynck –– Produktion: les ballets C de la B (Belgien) –– Koproduktion: Ruhrtriennale, La Bâtie-Festival de Genève, la Biennale de Lyon, L’Opéra de Lille, MC93 - Maison de la Culture de la Seine-Saint-Denis, TorinoDanza, Holland Festival, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Kampnagel Hamburg –– Mit der Unterstützung: City of Ghent, Province East Flanders, the Flemish authorities & Port of Ghent –– Besetzung: Frans Brood Productions

Eine Gruppe von Männern versammelt sich um mehrere tote Pferde, um ein Ritual auszuführen. Fasst man nicht schlafen in einem einzigen Satz zusammen, könnte man denken, es handle sich um ein Erzählung. Doch alles widerspricht diesem Begriff. Der Ort der archaischen Kulthandlung wird von einem riesigen Tuch begrenzt. Zwischen den Männern befindet sich auch eine Frau. Handelt es sich um eine Neuinszenierung des „Fühlingsopfers“? Wird erneut eine Frau gescheiterter Männlichkeit geopfert? Die neue Produktion des Choreographen und Regisseurs Alain Platel bedient sich der Musik des österreichischen Komponisten Gustav Mahler als Ausgangspunkt. Für Platel war das keineswegs Liebe auf den ersten Ton. Doch er fühlte sich zu der Epoche hingezogen, der Mahler in seinem Werk Ausdruck verlieh, die eine Epoche der Beschleunigung und des Bruchs war und auf den Ersten Weltkrieg zuführte. In der Nervosität und Aggressivität, in der Leidenschaft und in dem Verlangen nach der verlorenen Harmonie, die die Musik Mahlers kennzeichnet, fand Platel eine Entsprechung für die Bilder, die er in seinem eigenen Werk sucht. 


„Der schwere und überempfindliche Stil der Sinfonien Mahlers mit ihren großen emotionalen Extremen dringt tief in die Vorstellung ein. Gewalt und Aggression zeigen sich unterschwellig, als könnten sie jederzeit ausbrechen…Die Gruppenbilder sind in ihrer visuellen Suggestion wunderbar.“ (De Standaard, September 2016)


„Der Tanz Alain Platels beleuchtet unsere Ängste. In nicht schlafen wird alles zum äußersten und schonungslosen Tanz reduziert, ganz gleich ob dieser virtuos oder intim ist. Platel sucht nicht länger die Spannung marginaler Bewegungen, sondern lässt als Reaktion auf die gewaltige Kraft der Musik Mahlers einem befreienden Tanz freie Bahn.“ (La Libre Belgique, September 2016)


Nonverbale Aufführung


Trailer

Fotos

Grenzen?